DaF katholisch

Justus Sustermans Portrait of Galileo Galile 1636
Justus Sustermans, Public domain, via Wikimedia Commons

Als Galilei durch sein neues Teleskop die Jupitermonde entdeckt hatte, glaubte er, auch seine Kirchenpatrone von deren Existenz überzeugen zu können, indem er sie einfach mal durchgucken ließ; womit er sich bekanntlich getäuscht haben sollte. Man wollte sich nicht von einem unbekannten Teufelsgerät ins Bockshorn jagen lassen. 150 Jahre später dachte noch Goethe nicht viel anders, als er den Prismen misstraute und Newton widerlegen wollte.

„DaF katholisch“ weiterlesen

Muss man „viel sprechen“?

Hat man Ihnen schon mal gesagt, dass Sie viel sprechen sollen, wenn Sie schnell und gut Deutsch lernen wollen? Wahrscheinlich nicht nur einmal, und auch nicht nur im Unterricht; wahrscheinlich wussten Sie’s sogar schon selbst, bevor Sie es zum ersten Mal von anderen vernommen haben. Aber muss es deshalb richtig sein?

„Muss man „viel sprechen“?“ weiterlesen

Weihnachten im August

Vor ein paar Jahren kam ich einmal Ende August von einem schönen kühlen Waldsee in die Stadt zurück, ging, schon wieder schwitzend, auf dem Weg nach Hause im Supermarkt vorbei und kaufte außer mehreren Flaschen Mineralwasser auch ein paar Lebkuchen und eine Packung Dominosteine. Weihnachtsleckereien eben.

„Weihnachten im August“ weiterlesen

Antidaf!

Antidaf? Was ist das? Meinten Sie vielleicht Antifa und haben sich verbuchstabiert? Oder sind Sie gegen die AfD und wollten Ihr Anliegen orthographisch verschleiern? – Keineswegs. Zwar ist gegen Antifa nichts einzuwenden, im Gegensatz zur AfD; aber was eben auch nötig ist in unseren bewegten Zeiten, ist AntiDaF.

Wieso, fragen Sie? Hatten Sie schon mal ein DaF-Lehrbuch in der Hand? Oder gar versucht, damit Unterricht zu machen? Haben Sie sich schon mal eine DaF-Prüfung aus der Nähe angeguckt? Oder gar eine ablegen müssen? Haben Sie sich schon mal gefragt, warum trotzdem alle drei Monate ein neues DaF-Werk aus der Presse kommt, immer bestenfalls genauso schlecht wie das letzte?

Und das sind nur die allerersten Anfangsgründe der DaF-Kritik, die übrigens in all ihren Manifestationen über zwei gemeinsame Nenner verfügt. Der eine heißt Raffgier rsp. Kapitalismus, der andere „Theater des Absurden“ rsp. Bürokratismus. Wenn Sie also mal wieder ein bisschen Karl Marx oder auch Max Weber lesen, sind Sie gut gerüstet für die hier veranstalteten Erkundungen des schwarzen Kontinents DaF. Und verstehen auch, dass AntiDaF vielleicht doch nicht nur zufällig nach Antifa klingt.